Trenduntersuchung auf Richtung, Verfassung, Intensität und Volatilität

Aus Trading Stars Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Trenduntersuchung mit Hilfe der gleitenden Durchschnitte

Wertpapiere bewegen sich nahezu immer innerhalb von Trends. Diese setzen sich solange aus Bewegungselementen, gefolgt von Korrekturen zusammen, bis der Trend beendet ist und ein neuer entstehen kann. Das schnelle Visualisieren von Trends ist also ein unabdingbares Mittel um Basiswerte technisch zu untersuchen und die richtigen Schlussfolgerungen zu treffen. Dabei gilt es zunächst die vorliegende Trendrichtung zu bestimmen - also die Laufrichtung und den Geldfluss des betrachteten Wertpapiers. In der Folge muss die Verfassung des Trends, die Intensität und die Volatilität gemessen und eingeschätzt werden. Das Verhalten verschiedener gleitender Durchschnitte zueinander und zum Preis kann alle diese Elemente schnell und einfach bestimmen.

Beachten Sie dazu zunächst die Grundlagen zum Thema gleitende Durchschnitte! [[1]]

Fortgeschrittene Trenduntersuchung in der Praxis

In der Praxis betrachten wir dazu immer vier gleitenden Durchschnitte und den Preis eines Basiswerts. Die gleitenden Durchschnitte sollten dabei exponentiell geglättet sein (EMA) und die folgenden Perioden haben: 13 oder 20, 50, 100 und 200. Es ist ratsam die Mittelwerte mit abnehmender Periodizität visuell zu kennzeichnen (Dicke oder Färbung der Linien).

Trendrichtung - Bullen- oder Bärenmarkt?

Die vorliegende, übergeordnete Trendrichtung kann schnell und einfach anhand des Preises im Bezug auf den jeweils trägsten EMA (hier Periode 200) bestimmt werden. Befindet sich der aktuelle Kurswert oberhalb des EMA-Werts, sprechen wir von einem Aufwärtstrend - befindet sich der aktuelle Kurswert dagegen unter dem EMA, sprechen wir von einem Abwärtstrend. Wichtig ist dabei, den jeweiligen Schlusskurs der betrachteten Periode zu beachten - im Tageschart also der letzte Kurs des entsprechenden Handelstages.

Verfassung des Trends - Bewegung oder Korrektur - Progression oder Regression?

Trends setzen sich fortlaufend aus Bewegungselementen in Trendrichtung (Progression) und Korrekturen entgegen der Trendrichtung (Regression) zusammen. Auch diese Phasen gilt es einfach und schnell zu bestimmen. Steigen in einem Aufwärstrend alle vier gleitenden Durchschnitte an, sprechen wir von einer Progression. Beginnt dagegen der erste, agilste gleitende Durchschnitt abzufallen, sprechen wir von einer Regression, also der Korrekturphase - diese hält solange an, bis wieder alle Durchschnitte ansteigen können oder der Trend, mit dem Unterschreiten des EMA 200 durch den Kurs, gebrochen wird.

Trendintensität - Kraftvoll oder ohne Dynamik?

Anhand der Stellung der gleitenden Durchschnitte zueinander lässt sich die relative Stärke eines Trends erkennen. Fächern die EMA´s auf, nimmt die Intensität des Trends zu. Ziehen sich die EMA´s dagegen zusammen schwächt sich die Dynamik einer Trendbewegung ab. Meist folgen auch hier trendintensive Phasen auf trendarme im fortlaufenden Wechsel. In der praktischen Betrachtung lässt eine ansteigende Trendintensität größere, dynamische Bewegungen im Kursverlauf zu, wogegen eine abnehmende Intensität gegen weite Bewegungen sprechen kann.

Volatilität - Schwankung im Trendverlauf

Anhand der Stellung des Preises zu den gleitenden Durchschnitten lässt sich die allgemeine Volatilität des betrachteten Basiswerts schnell und einfach visualisieren. Bewegt sich der Preis nahe an den gleitenden Durchschnitten, sprechen wir von schwacher Schankung - entfernt sich der Kurs dagegen zunehmend weit und oft von den EMA´s, steigt die Volatilität.

Autor: Christian Stern [2]