RSI (Oszillatoren)

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RSI

Der RSI-Indikator (Relative Stärke Indikator, engl. Relative Strength Index) gehört zur Familie der Oszillatoren. Das heißt, er pendelt zwischen seinen Extremwerten hin und her. Von J.W. Wilder entwickelt berechnet er sich durch die einfache Formel: RSI = 100 - 100 / (1 + RS). RS ist dabei der Quotient zwichen durchschnittlicher Aufwärts- und Abwärtsveränderung innerhalb des berachteten Zeitraums (Periode). Der Indikator ermittelt so das Momentum, also die innere Stärke, eines Basiswerts und lässt sich auf alle börsengehandelten Produkte anwenden. Als allgemeines Handelssignal gilt, bei einer Periode von 7, ein RSI kleiner 30 als unterbewertet oder überverkauft und ein RSI größer 70 als überbewertet oder überkauft. Das Unter- bzw. Überschreiten dieser Signallinien gilt als technisches Ein- oder Ausstiegssignal.

Allianz Aktie mit RSI

Varianten des RSI

In der klassischen RSI-Variante (nach Wilder) wird der betrachtete Zeitraum (Periode) exponentiell geglättet. Die Perioden der jüngeren Vergangenheit erfahren also eine höhere Gewichtung als weiter zurückliegende Datenreihen. Bei einem vereinfachten RSI (nach Cutler) kommt diese Glättung nicht zur Anwendung - alle Perioden werden gleichrangig bewertet.

DAX Perf. Index mit RSI nach Wilder und Cutler

Trading Stars - RSI

In unseren Berechnungen und Strategien kommt immer die einfache Variante des RSI (nach Cutler) zur Anwendung.

Kritik

Wie die meisten technischen Indikatoren berechnet der RSI die innere Stärke eines Wertes zum aktuellen Zeitpunkt und unter Bezug vergangener Preisstellungen. Die Börsen handelt jedoch in der Zukunft sodass Aussagen nur bedingt möglich werden und die Kombination mit weiteren Analysemethoden sinnvoll scheint. Zudem generiert der RSI nur wenige, direkte Handelssignale.


Autor: Christian Stern [1]