Kurslücken und der Mythos „Gap-Close“

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Kurslücken und der Mythos „Gap-Close“

Grundlagen

Springt ein Börsenpreis von einem Kursniveau zu einem Nächsten, ohne die dazwischenliegenden Kurse abzuhandeln sprechen wir von einer Kurslücke oder einem sogenannten „Gap“ (englisch). Oftmals entstehen solche Lücken über Nacht oder am Wochenende, wenn die Märkte geschlossen sind – auch „Overnight-Gap“ genannt. Vereinzelt können Kurslücken jedoch auch im Tagesgeschehen und vor allem in illiquiden Basiswerten entstehen – zum Beispiel bei der Veröffentlichung von wichtigen Nachrichten.

Bild 1 zeigt den DAX im Stundenchart mit den eingezeichneten Kurslücken.
Bild 2 zeigt den DAX im 5-Minuten-Chart und einer Übernacht-Kurslücke zur Handelseröffnung.
Bild 3 zeigt bis zum heutigen Tage nicht geschlossene Kurslücken im DAX-Tageschart.

Der Mythos „Gap-Close“

Es gibt viele Anhänger sogenannter „Gap-Close-Theorien“ in denen man davon ausgeht, dass Kurslücken zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit geschlossen werden. Leider fehlen zur Vielzahl der Verfechter dieser Ansätze valide Untersuchungen sodass wir den Mythos „Gap-Close“ selbst untersucht haben. Hierbei gilt zu beachten, dass die Ergebnisse je nach Markt und Zeitebene variieren können und jeder Basiswert einzeln betrachtet werden sollten.

Wie Sie selbst derartige, wissenschaftliche Untersuchungen durchführen können zeigen wir in unserem Video: https://www.youtube.com/watch?v=yvuo5N0axIk&feature=youtu.be